Nach etwas mehr als einem Jahr, habe ich heute meine Weiterqualifikation beendet. Abgeschlossen wurde die Weiterbildung heute mit einem Kolloquium, dem Vortragen und anschließendem Verteidigen meiner Hausarbeit.
Damit darf ich mich ab heute, neben “Krankenpfleger” und “Fachkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege”, nun auch “Leiter von Gesundheitseinrichtungen” nennen.
Meine Benotung stellt sicherlich keine Glanzleistung dar, stellt für mich aber kein wirkliches Problem dar, da mir in Sachen Noten der Ehrgeiz fast gänzlich abgeht. Wichtig ist es für mich, des Abschluß zu haben.
Die Inhalte der Weiterbildung waren breit gefächert. Einen großen Teil nahm die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ein, was allerdings bei einem solch trockenen Thema, nicht immer zur aktiven Mitarbeit motiviert hat (vorsichtig ausgedrückt).
Themen, die man als Stationsleitung allerdings tagtäglich zu bewältigen hat, die eigentliche Mitarbeiterführung (also der Bereich Psychologie, Kommunikation/Gesprächsführung, et al) wurden zwar behandelt, dummerweise aber mit Dozenten, die (aus meiner Sicht) am Thema vorbei arbeiteten und schlicht nicht dafür geeignet waren. Effektivität demnach also eher gering.
Es gab auch ein paar ganz unsinnige und – mit Verlaub – völlig hirnrissige Themen in diesem Jahr. An solchen Tagen saß man in der Lehranstalt und fragte ein ums andere Mal, ob die wirklich so dumm sind, oder aber gezielt meinen Intellekt (subjektiv!) beleidigen wollen.
Diese Lehreinheiten wurde gekonnt “abgesessen”, man hat ja ein Smartphone, dem man sich ausgiebig widmen kann. Frei nach dem Motto “Leicht verdientes Geld” oder “Lieber acht Stunden Schule, als gar keinen Schlaf”
Erschwert haben mir die ganze Sache meine “Kollegen”, die weiteren Teilnehmer der Weiterbildung. Ich weiß, ich bin mitunter ein sehr schwieriger Mensch, aber der Umgang mit diesen Leuten (ok, nicht durchweg allen, aber nur wenige Ausnahmen) fiel mir besonders schwer. Ich kann bis heute nicht mal sagen, wie die alle heißen. Nun gut, jetzt muß ich es auch nicht mehr…
Abschließend bin ich froh, die Weiterbildung gemacht zu haben (auch in Hinsicht auf die eventuelle berufliche Orientierung), trauere dem jetzt aber auch keine Träne hinterher, weil es zu Ende ist.
Been there, done that!