Archive for crownprince

Juliusruh / Ostsee

(Das ist jetzt zwar nicht mehr aktuell, aber ich hatte schon vor einiger Zeit die Bilder in diesen Post eingefügt, nur noch keine Zeit gefunden, das Ganze abzuschließen.)

Eine Woche Urlaub. Der erste, gemeinsame, weggefahrene Urlaub seit über drei Jahren.
Es gibt gar nicht viel darüber zu berichten, haben wir diesen Urlaub doch dazu genutzt, die geschundenen und gestressten Seelen einfach nur baumeln zu lassen und in den Tag hineingelebt.

Bis auf einen Tag, an dem wir im Stralsunder Tierpark waren, bestanden unsere Aktivitäten eigentlich nur aus

  • gemütlich aufstehen,
  • gemütlich frühstücken,
  • gemütlich an den Strand gehen,
  • gemütlich Mittagessen,
  • Mittagschlaf,
  • gemütlich Kaffee trinken,
  • noch mal gemütlich an den Strand,
  • gemütlich Abendessen,
  • den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Nach größeren Aktivitäten war uns einfach nicht der Sinn. Und das war auch gut so. Denn so hatten wir ein paar Tage Ruhe vor dem Stress, dem Ärger, der Sorgen, die uns in den letzten Monaten doch sehr zugesetzt hatten und kamen halbwegs entspannt wieder nach Hause.

Vier

Vier Jahre ist der Kronprinz nun alt.
Und das, obwohl es in der Schwangerschaft lange Zeit ein Bangen war, daß er es überhaupt schafft, geboren zu werden. Und dafür, daß er sieben Wochen zu früh das Licht der Welt erblickte, ist er gesund und munter und der tollste Sohn, den ich mir wünschen kann.
Dafür danke ich $_Entität, aber vor allen Dingen der besten Frau der Welt an meiner Seite. Ohne ihre Stärke, Ausdauer und Geduld, wäre es niemals dazu gekommen.

Alles Gute zum Geburtstag mein Sohn. Schön, daß es dich gibt!

Kindermund #3

Heute, auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause, auf dem Spielplatz.
Der Kronprinz (3 1/2) und die Prinzessin (2) schaukeln zusammen, als ein größeres Kind (ca. 6) dazukommt.

Kronprinz: “Wo sind denn deine Mama und dein Papa?”
Kind: “Die sind drinnen!”

Der Kronprinz stockt kurz. Man kann förmlich sehen, wie es hinter seiner Stirn arbeitet. Dann fragt er, mit einer gewissen Verwirrung, aber auch Entrüstung in der Stimme: “Haben die das denn erlaubt???”

In dem Alter ist es noch recht einfach, an den Grundfesten des Lebens zu rütteln…

Abenteuer im Alltag (oder Operation: Schneeanzug)

Der Herbst rückt mit immer größer werdenden Schritten an und bringt die kalte, nasse und dunkle (aber durchaus auch gemütliche) Jahreszeit mit sich. Und dann steht auch schon der Winter vor der Tür. In diesem Zuge, sind wir bereits jetzt schon dabei, zumindest die Kids “Winterfest” auszustatten.
Da kam es gerade recht, daß der Discounter “LIDL” an diesem heutigen Montag Schneehosen und -jacken anbot. Todesmutig, wie ich eben so bin, wagte ich mich schon kurz vor Ladenöffnung dorthin und bekam schon von Weitem einen ersten Eindruck, was mich erwarten könnte. Eine ca. 20 Meter lange Schlange, mit Menschen jeden Alters, Männlein wie Weiblein, reihte sich vor der Markttür aneinander. Ich stand ungefähr bei Meter zehn.

Der ein oder andere war schon mal auf einem (Rock-)Konzert, ganz vorne, in der ersten Reihe. Irgendwann im Verlaufe eines solchen Konzertes, kommt der Zeitpunkt, an dem die Massen anfangen, sich zu bewegen (von Tanzen will ich gar nicht erst reden) und es passiert, daß die hinteren Reihen nach vorne drängen und dabei die Menschen, die in den ersten Reihen stehen, einer Naturgewalt ähnlich, an die vorderste Absperrung drängen. Nun kann sich jeder in etwa vorstellen, wie mir, inmitten dieser Menschenschlange, zumute war, befürchtete ich doch das Schlimmste.

Ich wurde nicht enttäuscht. Die Marktmitarbeiterinnen hatten die Türen noch nicht ganz aufgeschlossen, da stürmten auch schon die Vordersten in den Markt hinein und im gestreckten Galopp auf die Angebotstische zu. Wer im Wege stand, wurde einfach umgerannt. Wer sich auf den Beinen halten konnte, wurde von der Masse einfach mitgezogen/-schoben. Bei meinem Eintreffen an den Tischen (nicht mehr als 3 Sekunden nach Öffnung) war bereits eine Schlacht epischen Ausmaßes zugange. Da wurde gedrängt, geschubst, mit den Ellenbogen nach allen Seiten ausgeteilt, gekeift, Galle gespuckt und Todesflüche ausgesprochen… (ok, ich übertreibe ein wenig, es wurde nicht gespuckt, lediglich lief dem ein oder anderen der Geifer aus dem zur Fratze verzerrten Mundwinkel ;-) )
Zum Glück erfreue ich mich einer nicht ganz so geringen Körpergröße und konnte mit langestrecktem Arm, über die tobende Masse hinweg, zwei Teile für die Prinzessin ergattern, die sogar die richtige Größe hatten. Danach trat ich ein paar Schritte zurück, um mir das ganze Elend von der Ferne zu betrachten. Es dauerte keine fünf Minuten und die Tische sahen aus, als wäre ein riesiger Schwarm Heuschrecken darüber hergefallen.
Ein paar Nachzügler und die, die wegen des tobenden Mobs einfach nicht nah genug an die Tische gekommen sind, kamen nun langsam heran und schüttelten die hängenden Köpfe, ob des Bildes der Verwüstung, das sich ihnen bot.
Ich bin dann zufrieden, wenigstens etwas bekommen zu haben, vom Schlachtfeld an die Kasse gegangen, nur um mich im nächsten Desaster wiederzufinden. Natürlich wollten nun alle ihre hart erkämpfte Ware auch bezahlen. Meine freundliche Frage, ob ich denn mit meinen zwei (2) Teilen in der Schlange derjenigen, die so um die 20 hatten, vorrücken dürfte, wurde mit bösen Blicken, bei denen sogar Medusa zu Stein erstarrt wäre, bestraft und ich wurde an das weit entfernte Ende der Schlange verbannt.

Zu Hause angekommen, präsentierte ich sofort meinen “Fang” der kleinen Prinzessin und wurde mit einer überschwenglichen Freude darüber in die Arme gennommen (bzw. mein Bein). Alleine dafür hat es sich gelohnt! :-D

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Kindermund #2

Zwar schon ein wenig her, aber trotzdem…

Ich sitze mit dem Kronprinzen im Kinderzimmer, wo wir (wie so oft) über die Geschwindigkeit des Aus- und Anziehens des Schlafanzugs diskutieren, als die Queen des Hauses (Mama) am Zimmer vorbeigeht und dem Kronprinzen zuruft:

Kronprinz, hör auf den Papa! Der Papa hat immer Recht!

Worauf dieser, nach kurzem überlegen, kontert:

Ja genau und ich hab immer Links!

Letztendlich habe ich ihm dann die Sachen angezogen. Es ist schwer, ein gewisses Maß an Authorität zu wahren, wenn man vor lachen auf dem Boden liegt… :-D

Kindermund #1

Heute Nachmittag:
Der Kronprinz sitzt Buch lesend im Kinderzimmer, als ich mit dem Staubsauger komme.
Er: “Papa, mach nicht so laut, ich kann nichts hören!!”
Wohlgemerkt, er liest!
:D

Ein schöner Tag…

…neigt sich zu Ende.

Den Nachmittag bei Schwiegereltern im Garten verbracht, lecker gegrilltes gegessen und zum Ausklingen gabs Stockbrot überm Lagerfeuer. Für die Kinder ist ein Nachmittag mit Oma und Opa immer ein aufregendes Highlight und sie haben sich auch tapfer geschlagen. Nur die Prinzessin musste sich gegen Ende ihrer Müdigkeit ergeben und ist letzendlich am Busen der Uroma eingeschlafen.

Die Beste werd ich jetzt ins Bett bringen, bevor sie mir endgültig vorm Rechner einschläft ( :-P ). Für mich gibts jetzt noch ein Bierchen, ein wenig belangloses Websurfen, vielleicht noch einen Film. Nur nicht zu früh ins Bett, zulange schlafen bekommt meinem Rücken einfach nicht.

Ein schöner Tag.