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Da geht er hin…

…der letzte Urlaubstag.

Zwei Wochen sind schon wieder rum. Zwei Wochen, in den ich und die Kinder quasi rund um die Uhr zusammen waren (die hatten auch Urlaub vom Kindergarten), während Frauchen arbeiten war.
Ganz ehrlich, ich habe mir vor Urlaubsantritt recht viele Gedanken gemacht, daß das mit den Kinds auch recht anstrengend werden kann. Oder zumindest eines der Kinder krank wird.
Doch im Gegenteil. Die Kinder erfreuen sich bester Gesundheit und auch die Tage waren sehr schön. Wir haben jeden Tag etwas anderes unternommen (was mitunter gar nicht so einfach zu gestalten war) und die Kinder haben es sichtlich genossen, mal nur mit Papa unterwegs zu sein. Das kam in den letzten Monaten einfach viel zu selten vor.

Morgen muß ich dann wieder ran. Frühdienst.

Es gibt aber einen Lichtblick. Dieses Wochenende sind die letzten zwei Tage, die ich auf meiner (noch) Station arbeiten muß. Ab Montag bin ich dann wieder in “meinen Gefilden”, der Intensivstation. Ich habe das über zehn Jahre gemacht und die Sehnsucht, wieder dorthin zu gehen, hat mich niemals verlassen.

Es sind aber auch meine letzten zwei Tage als stellvertretende Stationsleitung. Eine Position, die ich eigentlich sehr gemacht habe, in den letzten dreieinhalb Jahren. Jedoch habe ich für mich persönlich festgestellt, daß ich auf dieser Station einfach keine Zukunft habe. Das liegt zu einem großen Teil an der Fachrichtung, in der ich, nach meiner Zeit in Ostwestfalen, eigentlich nicht wieder arbeiten wollte, zum anderen aus… … nennen wir es “persönlichen” Gründen.

Zwei Dinge haben mir diese zwei Wochen eingebracht. Entspannung und Abstand. Abstand zu vielen Dingen, die mich in den vergangenen Monaten persönlich sehr belastet haben. Selten habe ich mich nach “nur” zwei Wochen Urlaub so ausgeglichen gefühlt und ich hoffe, daß dieses Gefühl noch lange anhält.

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Musikempfehlung. Einen Song, den ich gerne bei einem kalten Bier, einem Ramazotti und ner Zigarette, nachts auf dem Balkon sitzend, gehört habe.

Mark Knopfler – Brothers in Arms

In diesem Sinne, gute Nacht!

Ghosts from the past

Letzte Woche hatte ich, im Rahmen meiner Weiterbildung, einen Einsatz in einem anderen Krankenhaus, hier in Dresden. Eine Intensivstation. Nachdem ich den dortigen Kollegen endlich bewusst machen konnte,  dass ich kein Hospitant vom Rettungsdienst bin (kommt da wohl häufiger vor und ist eher unbeliebt), sondern auch Intensivpfleger, durfte ich dann auch vom unbeteiligten Beobachter zum aktiven Mitarbeiter ubergehen.

Nun habe ich, nach über zehn Jahren Intensivzeit, seit bald drei Jahren nicht mehr in dieser Disziplin gearbeitet. Umso überraschter war ich, dass alles noch so klappt, als wäre ich nie weg gewesen. Absaugen, Medikamente, Beatmung, etc… alles noch da und, ohne groß überlegen zu müssen, abrufbar. Und damit wurde mir dann schlagartig bewusst, wie sehr ich diese Art Arbeit vermisst habe und gerne wieder machen würde.

Das bringt mich allerdings in einen Gewissenskonflikt. Einerseits hängt mein Arbeitsherzblut an der Intensivpflege, auf der anderen Seite bin ich auch gerne (stellvertr.) Stationsleitung. Noch dazu, wie oben schon erwähnt, in der Weiterbildung. Schwierig, schwierig…

Only time will tell, what’s coming up next…